Warum Astrologie ?

Der Mensch hat als einziges Lebewesen dieses Planeten die Fähigkeit, die Zeit als ein Kontinuum von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sehen. Es ist ihm bewusst, dass seine Tage gezählt sind.

So wurden früher die Planeten am Himmel beobachtet, um den Zyklen von Jahreszeiten und Finsternissen nicht ausgeliefert zu sein, sondern sie in das tägliche Leben integrieren zu können. Durch das Wissen um die eigene Vergänglichkeit versuchte der Mensch im vorerst materiellen Sinne, wie im Ackerbau und der Viehzucht, das beobachtete Wissen zu nutzen.

 

Trotz des heutigen Widerwillens mancher Menschen, sich nicht als Teil des Universums betrachten zu wollen, finden doch immer mehr Menschen in die astrologische Praxis, um einen realen, greifbaren und umsetzbaren Nutzen dieser gesellschaftlich abgelehnten Wissenschaft zu erlangen.

Im anderen erlebe ich Mitmenschen, die aus Angst vor einer bevorstehenden „negativen Prophezeiung“ sich gar nicht erst die Mühe machen herauszufinden, was einem dort erzählt wird.

 

Sind die Lebensumstände dann unerbittlich und alle herkömmlichen gesellschaftlich anerkannten Methoden ausgeschöpft, kommen die Menschen dann vor der Kapitulation des Lebens doch zu einem Gespräch.

 

Krisen sei dank!

 

Die Übersetzung des griechischen Wortes Krino lautet – sich entscheiden, und bei Entscheidungen kann die Astrologie behilflich sein.

Ich beschreibe den Nutzen gerne mit der täglichen Wettervorhersage, den der Kosmos uns geben kann.

Ich muss ja nicht daran glauben, aber es ist vielleicht wertvoll wenn ich weiß, dass ein Platzregen bevorsteht. So ist die Astrologie nichts zum Glauben als vielmehr etwas zum Wissen.

Ich kann zu mindestens vorsichtshalber den Regenschirm mitnehmen, auch wenn ich nichts von der Astrologie halte.

Für mich gibt es außerdem kein gutes oder schlechtes Horoskop, und ich bin auch immer wieder entsetzt zu hören, wenn astrologisch Halbwissende über einen schlechten Aspekt in ihrem Horoskop berichten.

Wir haben entweder ein gelebtes Horoskop oder ein nicht gelebtes, was soll daran schlecht sein?

In unserer industrialisierten westlichen Welt ist uns in den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden unsere Rückverbindung zu uns Selbst komplett verloren gegangen.

Wir erkennen vor lauter Schnelllebigkeit, Materialismus, Reizüberflutung und beeinflusster Informationsstreuung nicht mehr, dass wir individuelle Geschöpfe von höchster geistiger Intelligenz sind.

Wir erkennen nur noch, was wir im Sinne der Gesellschaft sein sollen – kleingeistige, folgsame Befehlsempfänger ohne eigene Meinung und Selbstverantwortung fürs eigene Leben.

Doch hin und wieder, wenn das Schicksal (das im hebräische dasselbe Wort für Zufall ist) uns eine Krise schickt fangen wir an nachzudenken und zu agieren.

Sollten wir uns nicht einfach nur per Zufall bzw. im Schicksalsfall entscheiden?

 

Schicksal wird jedoch bei uns als etwas „böses“ definiert anstatt als Aufforderung zu einer Entscheidung.

Kommt das Schicksal auf uns zu, dann wird sofort ein Schuldiger gesucht, ein Sinn formulierte, ein Ritual vollzogen oder frei nach esoterischen Maßnahmen schnell ein Glückssymbol in eine dunkle Ecke gehängt.

 

Aber haben wir uns auch entschieden?

Haben wir erkannt welcher Kurswechsel auf unserem Lebensweg ansteht?

Wissen wir überhaupt wo unser Lebensweg hingeht?

Dies sind die Bereiche in den die Astrologie wertvoller Lebensbegleiter ist. Wenn wir erkannt haben, dass wir trotz alle dem noch Entscheidungen zu treffen haben und die Verantwortung ganz und gar nur bei uns liegt, werden sämtliche Krisen des Lebens nur noch als Parameter für eine Kurskorrektur wahrgenommen.

Wir können dann voller Zuversicht einen anderen Weg gehen, weil wir die innere Einstellung zu einem Problem geändert haben und es sich somit erledigt hat.

 

Wie im Anfang der Menschen das Beobachten des Himmels und seiner immer wiederkehrenden Ereignisse, können wir uns auch in zyklischer Weiterentwicklung auf den Weg zur Vollständigkeit zum Heil hinwenden.

Ich freue mich darauf Ihnen Ihren individuellen persönlichen Wetterbericht zu erstellen.

 

Susanne Seemann